Die Kraft der Gedanken

Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden zu Worten.

Achte auf Deine Worte,
denn sie werden zu Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen,
denn sie werden zu Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter,
denn er wird Dein Schicksal.

 

Das ist ein gedicht aus dem Talmud (es gibt zwar auch Zweifel, ob es nun wirklich daher stammt…aber Hauptsache wir haben das Gedicht, es ist nämlich ganz hervorragend!)

Hervorragend? Man sollte immer etwas vorsichtig sein mit derart ausschweifenden Lobpreisungen, hier ist das aber ok, denn das kleine Gedicht versinnbildlicht etwas ganz Wichtig: Unsere Gedanken haben unglaubliche Kraft!

Kraft, die wir zu unseren Gunsten nutzen können, aber auch Kraft, die wir möglicherweise erst positiv nutzbar machen müssen. Wieso das denn nun?

Weil Gedanken und vor allen Dingen BEWERTUNGEN uns leiten und uns unsere Umwelt wahrnehmen lassen. Dies kann mitunter dazu führen, dass wir in Gedankenfallen tappen, die es uns schwer machen.

Und wie kann man etwas tun, um Gedankenfallen ausser Kraft zu setzen? Sie erst einmal identifizieren. Um das zu tun, werden nachfolgend ein paar Gedankenfallen erklärt.

Geistiger Filter: Filtern ist gut, aber ab und an filtert der geist derart effizient, dass alles Positive und alle Erfolge gar nicht mehr gebührend wahrgenommen werden und das Negative in den Fokus gerät. Man kann nichts schönes oder gutes an sich selbst entdecken und fühlt sich fast überrollt von den ins Auge stechenden negativen Aspekten.

Alles-oder-nichts-denken: Alles wird schwarz-weiß betrachtet, es gibt nur Erfolg oder Misserfolg und dazwischen nichts.

Emotionale Beweisführung: Ich fühle es, also ist es so! Bitte verstehen Sie diesen Punkt nicht falsch. Gefühle sind essentiell und unglaublich wichtig! Es kann aber sein, dass man ein gefühl für den Beweis eines Gedankens betrachtet und keine Alternativen mehr zulässt. Das muss aber nicht unbedingt immer direkt ein beweis sein und kann somit möglicherweise Druck oder das gefühl der Hilflosigkeit auslösen.

Katastrophisierung: Es kommt hierbei dazu, dass Probleme (die durchaus ihre Berechtigung haben können) bis ins Extrem antizipiert werden. Ein Beispiel: Eine Teetasse geht kaputt. Sofern jemand dazu neigt zu katastrophisieren kann hierauf die Bewertung folgen: Na toll, sogar die Tasse geht kaputt, ich mach alles verkehrt. Das ist doch ein zeichen, dass der ganze tag heute nichts wird…..Ach der kann ja gar nichts werden!

Personalisieren: Lassen Sie uns bei der zerbrochenen Tasse bleiben. Man könnte viele Gründe finden, warum die tasse nicht mehr ganz ist. Wenn jemand aber personalisiert, gibt es nur einen Grund für das Ungeschick: sich selbst. “Es war doch klar, dass die Tasse kaputt geht. ich ziehe sowas doch magisch an. Immer mache ich alles kaputt.”

 

Nun zum Lösungsansatz:

Es ist zuerst einmal wichtig seine eigenen Gedankenmuster zu analysieren. Passiert es mir auch, dass ich in gedankenfallen tappe? Wenn dem so ist, sollte man sich ins gedächtnis rufen, dass man ein Bild immer aus mehreren Perspektiven betrachten kann. Außerdem ist es ein Fakt, dass das menschliche Gehirn aufgrund von Lernprozessen dazu neigt, immer wieder die gleichen Erklärungen oder Mechanismen abzuspulen. Nur durch gezieltes Gegenarbeiten kann hier Abhilfe verschafft werden.

Abhilfe findet sich vor allen Dingen, wenn man sich die Frage WARUM stellt. Warum denke ich das und was gibt es für Gegenpositionen? Stressverschärfende Gedanken sollten immer auf ihren Realitätsgehalt geprüft werden. Ebenso ist es sehr vielversprechend, so schwer es am Anfang auch sein mag, den Blick auf das Positive zu richten und gezielt eigene Stärken und Kompetenzen bewusst herauszuarbeiten. Sofern man z.B. eine schwere Aufgabe vor sich hat, kann es auch hilfreich sein, sich zu fragen, wie es sein wird, wenn die Aufgabe bewältigt ist. Wie gut und glücklich werde ich mich danach fühlen? Wie werden andere meinen Erfolg honorieren? Das schafft Motivation 🙂

 

Kurzum: THINK POSITIVE!!! (probieren Sie’s 😉 )

 

Dieser Post beruht auf dem Buch:

Kaluza, G. (2011). Stressbewältigung – Trainingsmanual zur psychologischen Gesundheitsförderung. Berlin: Springer.

 

 

 

 

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One thought on “Die Kraft der Gedanken

  1. Ein sehr hilfreicher Blog. Ich versuche selber auch ein paar Ansätze zu finden, um mehr Zeit zu haben und werde meine Erfahrungen hier beschreiben: dreckigeswasser.wordpress.com
    Schönen Tag

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