Mein schwarzer Hund

Die vorangegangene Literaturempfehlung widmete sich einem Standardwerk. Im heutigen Post widme ich mich keinem Standardwerk, sondern einem Buch, dass sich meines Erachtens nach auf den Weg machen darf, sich in die Reihe der Standardwerke einzugliedern.

“Mein schwarzer Hund” von Matthew Johnstone.

Das erste Mal ist mir dieses Buch in einem Seminar begegnet. Eine Psychotherapeutin berichtete aus ihrer Praxiserfahrung und sprach auch über Literatur, die sie ihren Klienten empfiehlt und die sie benutzt um z.B. Inhalte einprägsam zu vermitteln. “Mein schwarzer Hund” ist eines der eher seltener vorzufindenden Bücher, das gleichermaßen für Patienten, Psychologen und auch Interessierte Leser zu empfehlen ist.

Aber worum gehts denn da nun? Matthew Johnstone berichtet in seinem “Bilderbuch” von seiner eigenen Depression und wie er sie in die Schranken wies. Seine Depression ist der schwarze Hund, der zuerst klein ist, stetig wächst, riesig wird und schlussendlich an die Leine gelegt wird. Für mich ausschlaggebend für die hier vorliegende Empfehlung sind die einprägsame Darstellung der sonst sehr schwer fassbaren Depression, die Kürze des Buches (es geht nichts über eine kurze und unterhaltsame Geschichte) und die Hoffnung die durch die Selbsterfahrung des Autors vermittelt wird. Hoffnung, den schwarzen Hund an die Leine zu legen. Am Besten: Der Leser erfährt nicht nur, DASS der Hund angeleint wurde, sondern erfährt vor allen Dingen auch WIE der Autor das gemacht hat und das in leichten, kurzen Sätzen. Zudem ist das Buch in gewissem Sinne ein Zweiteiler, denn Johnstone hat zusammen mit seiner Frau ebenfalls ein Pendant dazu für Angehörige und Freunde depressiver Menschen veröffentlicht.

Lesen Sie einfach mal rein, es geht flott und es lohnt sich. Flott ist auch ein wichtiges Stichwort: gerade Patienten die unter einer Depression leiden, berichten über Konzentrationsschwierigkeiten. Dennoch möchten sie sich über die Krankheit informieren und kaum etwas ist da niederschlagender, als sich nicht auf die Infos konzentrieren zu können. Durch die Kürze und schnelle Lesbarkeit des Buches ist diese Frustrationsgefahr minimiert und ein erfolgreiches Lesen wird möglich gemacht.

WICHTIG!!!

Der Autor hält ganz klar fest, dass das Buch KEIN Ersatz für eine professionelle ärztliche und psychotherapeutische Behandlung darstellt. Es ergänzt, es bereichert und es hilft. Es ist ein kleiner Helfer und Aufmunterer. Ein toller Aufmunterer :).

 

Dieser Post bezieht sich auf die folgene Buchausgabe:

Johnstone, M. (2011). Mein schwarzer Hund – wie ich meine Depression an die Leine legte. München: Verlag Antje Kunstmann.

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